MAKING OF

MAKING OF

Time-Lapse ist grosser Spass, pure Action und viel Arbeit, so dass ein persönliches Erinnerungsfoto meistens vergessen geht.

Meine Arbeitsweise ist ziemlich improvisiert und lässt sich etwa so beschreiben:
Je nach Freizeit, Mondphase, Wetterprognose, Verfügbarkeit und persönlichem Interesse entscheide ich mich für ein Ziel. Die Anreise erfolgt mit rund 50kg Ausrüstung und ich bevorzuge die Bergbahnen, um zu meinem ausgewählten Platz zu gelangen. Solange es noch hell ist, mach ich mich mit dem Ort vertraut und schiesse einige klassische Bilder.

Sobald die Nacht anbricht wird es spannend und die richtige Arbeit beginnt. Drei bis vier teilweise bewegungsgesteuerte Kameras erfordern viel Aufmerksamkeit. Fokus, Belichtung, Akku und Speicher sind wichtige Elemente, die konstant überprüft werden müssen, um eine erfolgreiche Time-Lapse Nacht zu gewährleisten. Pro Kamera und Nacht ist es möglich, mehrere kurze Einstellungen aufzunehmen. Trotz der Action hat die Arbeit in der Dunkelheit auch etwas Meditatives.

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Eine mondlose kalte Nacht in unwirtlicher Umgebung scheint auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv. Sobald sich jedoch die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, eröffnet sich einem die unendliche Weite des Universums, man sieht die Milchstrasse und manchmal hagelt es Sternschnuppen. Auf einem Felsen hoch oben in den Bergen stehend bei absoluter Stille, unten das Wolkenmeer und oben der Sternenhimmel, befinde ich mich wie zwischen Himmel und Erde, ein unbeschreibliches Erlebnis.

Trotzdem muss auch mit Überraschungen gerechnet werden. Wilden Tieren zu begegnen ist ein Privileg, doch manchmal passiert die Begegnung für beide unerwartet und der Schock ist gross. Auch kann die Ausrüstung versagen oder es passiert sonst etwas Ärgerliches. Es ist sogar möglich, auf über 2000 Meter über Meer bei minus 10 Grad die ganze Nacht ausgesperrt zu werden.
Dafür durfte ich auch schon einen hervorragenden Time-Lapse fotografieren von einem Balkon einer luxuriösen und angenehm warmen 5-Sterne Junior Suite mit Zimmerservice…

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Technische Informationen:
Die Aufnahmen entstanden mit digitalen Spiegelreflexkameras von Canon und Nikon (Mk4, DsMk3, D3s), Objektiven mit einer Brennweite zwischen 8 und 400mm bei einer Empfindlichkeit bis zu ISO 3200 im RAW-Fromat. Dollies von dynamicperception.com. Verarbeitung mit Software von Adobe, LRtimelapse.com, Granite Bay und Avid Media Composer auf Mac und PC.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Roman Vital von klubkran.ch Filmproduktion und ein grosses Dankeschön auch an Lysander Gelewski von audio-kitchen.ch, für seine hervorragende Beratung und Unterstützung auf der Suche nach bezahlbarer Musik (eine Internet-Lizenz meines Wunschtitels für den Zürich-Film hätte 10’000 Euro gekostet).

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